2023-03-20 - Casa Mila, Triumphbogen und Stadtspaziergang

Unsere heutige Tagestour begannen wir mit der Besichtigung der ‚Casa Mila‘ auch 'La Pedrera' genannt. Dieses Haus wurde von 1906-1912 von ‚Antonio Gaudi‘ erbaut. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon einige Wohnhäuser erbaut und dadurch jede Menge Erfahrung. Die Auftraggeberfamilie Mila ließ Gaudi freie Hand und so konnte er seine, für die damalige Zeit visionären Vorstellungen umsetzten. Es gibt in diesem Gebäude z.B. Badezimmer mit Badewanne und Bidet, eine Tiefgarage (für Fuhrwerke und die neu aufkommenden Automobile), Aufzüge (die je Stockwerk eine Minute benötigten) und Innenhöfe (zur Beleuchtung und Belüftung der Wohnungen).





Die Besichtigung beginnt mit einem Rundgang ersten Stock. Vor dem Start erhält man eine ‚Virtual-Reality-Brille‘. Ein virtueller Guide in verschiedenen Formen (z.B. einer Taube) führt dann durch die Räume und lässt Dinge virtuell erscheinen (z.B. Ahnenbilder in an sich leeren Bilderrahmen, Briefe und Fotos auf einem Schreibtisch).

Es war dies ein Einblick wie vielleicht in naher Zukunft Ausstellungen und Besichtigungen gestaltet werden können. Oder auch unser nächster Urlaub. Brille auf, auf dem Controller das entsprechende Land wählen und sich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit begeben. Bei Strandurlauben solcher Art sollte man jedoch vor Sprüngen ins Wasser eine gewisse Vorsicht walten lassen.




Die anderen Stockwerke konnten wir mit einem normalen Audioguide wieder in der herkömmlichen Weise besichtigen. Zum Glück gibt es noch das gesamte originale Inventar und wir konnten folgende Räume besichtigen: 

das Kinderzimmer:



das Bügelzimmer:



die Küche:



das Wohnzimmer und den Arbeitsbereich,




das Elternschlafzimmer und das Badezimmer,



sowie Esszimmer, Vorzimmer und Balkon.



Ein Erlebnis war auch der Besuch der Dachterrasse. Es geht bergauf und bergab und die Rauchfänge sehen aus wie Krieger, welche die Terrasse bewachen.



Nach über zwei Stunden haben wir dieses außergewöhnliche Haus wieder verlassen und waren froh, dass wir diese Tour gebucht hatten.

Wir fuhren mit der U-Bahn zum 30 m hohen Triumphbogen ‚Arcde Triomf‘, dem Haupteingangstor zur Weltausstellung 1888.



Im nahegelegenen Zitadellenpark ‚Parc de la Ciutadella‘ (angelegt 1870) schlenderten wir ein wenig herum und genossen die warmen Sonnenstrahlen in entspannter Atmosphäre. Gemeinsam mit einigen tierischen Besuchern.






Mit einem weiteren Spaziergang, vorbei an Parlament, Kathedrale und durch die Altstadt beschlossen wir mit einem Tapas-Essen den heutigen Tag.







Unsere heutige komplette Tagestour:



2023-03-19 - Montjuïc

Für heute war sehr sonniges Wetter vorhergesagt und deshalb wollten wir den Tag hauptsächlich auf dem Berg verbringen um die schöne Aussicht zu genießen. 

Auf dem Weg vom Hotel zu U-Bahn gerieten wir in den Barcelona Marathon, da wir die Streckenführung kreuzen mussten. Wir schauten ein wenig zu und feuerten die Läufer, die bei KM neun an uns vorbeikamen, kräftig an.




Mit der U-Bahn ging es bis zum ‚Alten Hafen‘. An ihm entlang schlenderten wir bis zum ‚Torre Sant Sebastia‘, dem 86 m Turm und Ausgangspunkt der Hafenseilbahn ‚Teleferico del Puerto‘.





Mit dem Aufzug ging es hinauf zur Plattform, von wo die Gondel startete und wir einen ausgezeichneten Blick auf Barcelona hatten.



Kaum dass wir uns ein wenig umgeschaut hatten, kam auch schon unsere Gondel und wir schwebten zuerst zum 107 m hohen ‚Torre Jaume I‘ und dann weiter bis zur 56 m hoch gelegenen Station ‚Miaramar‘ am Hand des ‚Montjuic‘.





Der 173 Meter hohe ‚Montjuïc‘ ist einer der beiden Hausberge der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Auf ihm wurden sowohl die Weltausstellung des Jahres 1929 als auch Weltmeisterschaftsläufe für Formel 1 und Motorräder, sowie die Olympischen Sommerspiele 1992 ausgetragen. Er ist aufgrund seiner Sehenswürdigkeiten und seiner wunderschönen Parks seit jeher ein Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische und unter anderem mit der Montjuïc-Standseilbahn und der Hafenseilbahn erreichbar.

Wir genossen einen Kaffee und die schöne Aussicht bevor wir mit der Standseilbahn zum ‚Castell de Montjuïc‘.



Diese Festung diente als Schutz des Hafens und der ganzen übrigen Stadt. Während der Franko-Diktatur war es ein bedeutender Ort für die Inhaftierung und Hinrichtung von Regimegegnern.





Nach einem ausgedehnten Festungsspaziergang ging es mit der Standseilbahn wieder hinunter und weiter mit dem Bus zum Gelände de Olympischen Sommerspiele von 1992. Das weitläufige Gelände wird vom Olympiastadion ‚Estadi Olimpic Lluis Comanys‘ und von dem Gebilde des Olympischen Feuers beherrscht.






Nicht weit davon entfernt befindet sich das Nationalmuseum ‚Museu National d’Art de Catalunya‘. Von diesem Gebäude aus hat man einen wunderbaren Ausblick hinunter über die ‚Magischen Springbrunnen‘ (Fuente Magica) bis zum ‚Plaza Espana‘. Leider waren wegen Wassermangels die Springbrunnen nicht in Betrieb.






Auf der U-Bahnfahrt zu unserem Hotel müssen wir wieder sehr alt ausgesehen haben. Als wir den Waggon betraten, sprangen gleich zwei junge Männer auf und boten uns ihre Sitzplätze an. Was wir dankend sehr gerne angenommen haben.

Zum Abendessen gönnten wir uns ein Fleisch-Paella mit Radler. War nicht schlecht, hat uns aber auch nicht vom Hocker gerissen.


Unsere heutige komplette Tagesroute: